Noppa Ag Tofurei


 

Besuch der Tofuproduktion Noppa AG, am 4. September 2012

 

Bei einem Besuch in der Firma Noppa AG in Rüti ZH, welche Tofu herstellt, hatten wir einen Einblick in die Produktion von Tofu.

14 Erfamitglieder und Lernende  haben diese interessante Führung,  durchgeführt durch den Mitinhaber Herrn Helbling, besichtigt.

Der Name Noppa ist der Name von seiner Frau. Sie kommt aus Japan und arbeitet tatkräftig in der Produktion mit.

 

Als erstes mussten wir hygienische Schutzbekleidung anziehen.

Der Rohstoff von Tofu ist die Sojabohne. Noppa AG bezieht ausschliesslich Biorohstoffe, dieser wird grösstenteils in der Schweiz angebaut.

Die Bohnen werden über 24 Stunden im Wasser eingeweicht.

Nun werden die Bohnen zerkleinert und mit Wasser zu einem Brei gemischt.

Dieser Brei wird in einer Maschine erhitzt und gekocht und anschliessend durch eine Röhre in eine weitere  Maschine geleitet.

 

Anmerkung:

Es ist sehr heiss in den Produktionsräumen,  und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Wir alle waren am schmoren in unseren Plastikmänteln.

 

Dort werden die festen Bestandteile der Sojabohne (wie die Schale, Nahrungsfasern) von der Sojamilch getrennt. Für die Produktion von Tofu wird nur die Sojamilch benötigt. Die festen Bestandteile werden hauptsächlich als Tierfutter verwendet, könnten aber gut für weitere Produkte gebraucht werden. Der Markt ist im Moment allerdings zu klein, um diese wertvolle Nahrungsfasern weiterzuverwenden. Kleine Nischenprodukte stellt Noppa schon her,  wie z.B.  Burger oder eine Art Tofupaniermehl.

Wenn die Sojamilch die richtige Temperatur hat, kommt das so genannte Nigari rein.

Nigari ist ein natürliches Meersalzextrakt. Noppa bezieht es aus Japan. Es ist eine weisse, blättrige Substanz,  die sehr bitter schmeckt. Herr Helbling gab uns eine Prise zum probieren.

Man könnte auch Zitronensaft zur Gerinnung nehmen. Das Nigari spaltet die Sojamilch, das heisst, die Sojamilch gerinnt.

Die Molke trennt sich ähnlich wie bei der Käseherstellung, und es entsteht der Tofubruch. Auch für die Molke haben sie leider keine Verwendung, und sie wird abgeschüttet. Die Molke wäre auch ein gutes Produkt, wird aber in der Schweiz von den Konsumenten nicht gefragt.

 

Dieser sogenannte Tofubruch wird in Kästen gefüllt und gepresst, damit die restliche Molke entweichen kann. Die grossen Tofustücke werden nun in Stücke geschnitten.

Der noch warme Tofu kommt in ein Becken mit kaltem, frischem Wasser, um darin auszukühlen. Anschließend wird er verpackt oder weiterverarbeitet.

Der Tofu ist fertig.

Er kann zu verschiedenen Produkten weiter verarbeitet werden in dem man ihn mariniert, frittiert oder räuchert.

Da Tofu geschmacksneutral ist, nimmt er sehr gut andere Aromen an.

 

Erstaunlich ist vor allem, dass aus 1 kg Sojabohnen fast 2 kg Tofu entstehen, trotz der Abfallprodukte während der Produktion. Der Traum von jedem Produzenten! Dies macht Tofu zudem zu einem sehr ökologischen  Produkt, wenn man bedenkt, wie viel Futter, Wasser usw. für 1kg Fleisch aufgewendet werden muss. Der CO2 Ausstoss ist bedeutend geringer bei Tofu.

 

Nun hatten wir die Gelegenheit, verschieden Produkte zu degustieren. Noppa stellt wirklich einen hervorragenden Tofu her.

 

Überrascht waren wir alle etwas über hygienischen und baulichen Verhältnissen. Die Firma hat ein starkes Wachstum, das sie trotz den neuen Räumlichkeiten schon wieder Platzmangel haben und immer wieder ‚provisorisch‘ Umbauen müssen.

 

Im Namen der Erfa möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Helbling und seiner Frau Noppa für die interessante Führung bedanken.

Anschliessend ging es für die meisten wieder zurück zur Arbeit.

 

Nicola Zoller, Monika Koster (lernende GerAtrium) und William Garcia